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Streit Service & Solution 01.04.2025

Carolin Stoz übernimmt Geschäftsleitung von ihrem Vater Rudolf Bischler

Zum 1. April 2025 hat Rudolf Bischler nach 36 Jahren die operative Leitung des Familienunternehmens Streit an seine Tochter Carolin Stoz übrergeben. Die Diplomkauffrau führt die dritte Generation an – mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Wachstum und Kultur.

Streit Service & Solution regelt Führungsnachfolge: Carolin Stoz und Rudolf Bischler
Streit Service & Solution regelt Führungsnachfolge: Carolin Stoz und Rudolf Bischler

Zum 1. April 2025 hast sich bei der Streit Service & Solution GmbH & Co. KG ein bedeutender Generationswechsel vollzogen: Rudolf Bischler übergibt nach 36 Jahren in der Geschäftsführung die operative Verantwortung an seine Tochter Carolin Stoz. Sie führt das Familienunternehmen künftig gemeinsam mit ihrem Schwager Marc Fuchs, der bereits seit 2019 Co-Geschäftsführer ist und die Bereiche Vertrieb und Marketing verantwortet.

„Ich werde mit gleicher Kraft wie mein Vater unser Familienunternehmen voranbringen“, erklärt Carolin Stoz. Eine Übergangszeit mit gemeinsamem Wirken ist geplant – „so kurz wie möglich, so lang wie nötig“, so die neue Geschäftsführerin.

Carolin Stoz ist die Enkelin des Firmengründers Edgar Streit. Die Diplomkauffrau und Mutter von vier Kindern ist bereits seit 2007 im Unternehmen tätig und war in strategischen Schlüsselprojekten wie der Digitalstrategie, der Kundensegmentierung und dem Wachstum maßgeblich involviert. Seit über zehn Jahren vertritt sie die Gesellschafterfamilie im Beirat und leitete den Familienrat. „Die Tätigkeit im Beirat war ideal, um mich einzubringen, solange die Kinder noch klein waren. Jetzt übernehme ich die volle Verantwortung und freue mich darauf.“ Die Beiratsaufgaben übernimmt künftig ihre Schwester Stefanie Gauß.

Ihr künftiger Fokus liegt auf nachhaltiger Unternehmensführung, Prozessoptimierung und Wachstum. Das 2022 fertiggestellte klimaneutrale Bürogebäude in Gengenbach mit effizientem Logistikzentrum und AutoStore-Anlage markiert den jüngsten Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens.

Auch emotional ist der Führungswechsel für Rudolf Bischler ein besonderer Moment: „Ich freue mich, dass ich die Führung an meine Tochter übergeben darf und sie diese Verantwortung übernimmt – das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Er verlässt zwar die Geschäftsleitung, bleibt jedoch in der Streit Gruppe aktiv: Gemeinsam mit Markus Dauber leitet er künftig die Streit Leasing GmbH. „Wir sehen großes Potenzial im Leasinggeschäft“, sagt Rudolf Bischler.

Die Streit Gruppe erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 85 Millionen Euro. Die Gesellschafter sind Sigrid und Rudolf Bischler sowie ihre vier Kinder Carolin Stoz, Stefanie Gauß, Alice Fuchs und Peter Bischler.

Rudolf Bischler trat 1972 in das Familienunternehmen seines Schwiegervaters ein, wurde 1989 Co-Geschäftsführer und übernahm 2014 die alleinige Leitung. Unter seiner Führung wandelte sich das Unternehmen vom klassischen Bürofachhändler zum modernen Dienstleister mit eigener Leasinggesellschaft und IT-Kompetenz.

„Unsere Geschichte ist geprägt durch anhaltende und tiefgreifende Veränderungen der Branche“, blickt Rudolf Bischler zurück. „Für unser Unternehmen bedeutete das einen permanenten Change-Prozess, den wir erfolgreich gemeistert haben.“ STREIT entwickelte sich vom Händler für Drucker und Kopierer zu einem breit aufgestellten Anbieter digitaler Arbeitsplatzlösungen. Derzeit expandiert das Unternehmen nach Nordrhein-Westfalen und plant eine Mehrheitsbeteiligung an der Isfort GmbH & Co. KG in Münster.

Mit Blick auf die Zukunft betont Carolin Stoz die Verantwortung des Familienunternehmens: „Unternehmerfamilie und Familienunternehmen gehen immer ineinander über – und das hat mich geprägt.“ Bereits als Schülerin half sie im Betrieb mit und lernte die Branche früh kennen.

Streit bleibt ein Familienunternehmen – das wurde in der Familiencharta früh festgelegt. „Wir alle sind uns einig, dass das Unternehmen in Familienbesitz bleiben soll“, sagt Carolin Stoz. Rudolf Bischler ergänzt: „Dass uns dieses Commitment gelungen ist, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.“

Unter seiner Ägide wurde eine klare Wachstumsstrategie formuliert, der Umsatz verdoppelt und die Organisation neu ausgerichtet. Ein Beirat mit Persönlichkeiten wie Hanns-Peter Cohn (ehemals Vitra) und Rudolf Kast (ehemals Sick AG) begleitete die strategische Entwicklung. Die Unternehmenskultur, mit Fokus auf Wertschätzung und Qualität, wurde zum Markenzeichen – mehrfach bestätigt durch Spitzenplätze beim Wettbewerb „Great Place to Work“.

„Ich wollte die besten qualifizierten Fachkräfte der Branche für unser Familienunternehmen gewinnen. Das ist gelungen. Wir haben eine großartige Führungsmannschaft und eine wertschätzende Teamarbeit etabliert, darauf bin ich stolz“, so Rudolf Bischler. Die starke Arbeitgebermarke trägt wesentlich zur positiven Wahrnehmung bei Kunden und Lieferanten bei.
streit.de