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dexxIT 03.04.2025

Würzburger Distributor erwartet moderates Wachstum

Trotz schwacher Konjunktur zeigt sich dexxIT optimistisch für 2025. Der Distributor setzt auf Prozessoptimierung, gezielten Sortimentsausbau und eine individuellere Kundenansprache – begleitet von wachsendem Interesse an smarten und KI-gestützten Produkten.

Stefanie Gundlach (l.) und Judith Öchsner von DexxIT blicken trotz großer Herausforderungen zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr.
Stefanie Gundlach (l.) und Judith Öchsner von DexxIT blicken trotz großer Herausforderungen zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. © Foto: DexxIT

Die IT-Distribution steht unter Druck: Konjunkturschwäche, Inflation, verändertes Konsumverhalten und internationale Konkurrenz verschärfen die Marktbedingungen. Der Würzburger Spezialdistributor dexxIT reagiert mit Prozessoptimierung, gezieltem Sortimentsausbau und digitalen Services. Für 2025 rechnet das Unternehmen mit moderatem Wachstum – unter der Prämisse strategischer Flexibilität.

„2024 war ein schwieriges Jahr“, sagt Judith Öchsner, Vertriebsleiterin bei dexxIT. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent habe sich ebenso bemerkbar gemacht wie die Zurückhaltung bei Unternehmensinvestitionen. Die Folge: rückläufige Umsätze im Telekommunikationssegment, stagnierende Budgets im Fachhandel.

Doch das Bild ist differenziert. Während bestimmte Produktgruppen unter Druck gerieten, entwickelten sich andere stabil oder sogar wachstumsstark. Besonders im Bereich Netzwerktechnik, Office-Equipment, Speichermedien sowie Küchengeräte konnte dexxIT die Nachfrage halten. „Sortimentsbreite wirkt in solchen Phasen stabilisierend“, erklärt Judith Öchsner.

Parallel dazu forcierte der Distributor interne Effizienzmaßnahmen. Die Zahl elektronisch abgewickelter Aufträge liegt inzwischen bei 53 Prozent. Schnittstellen wurden überarbeitet, Datenbanken erweitert, Prozesse automatisiert. Hintergrund ist nicht nur der Effizienzdruck – sondern auch die wachsende Zahl regulatorischer Anforderungen. So übernimmt dexxIT zunehmend die Dokumentationspflichten für Kunden, etwa im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes. Viele Lieferanten können die dafür nötigen Nachweise nicht bereitstellen.

Diese Veränderungen prägen auch die Anforderungen an den Vertrieb. Technisches Know-how, Beratungskompetenz und ein tiefes Verständnis für Warenverfügbarkeit und Preisentwicklungen rücken stärker in den Fokus. „Individuelle Kundenansprache und systematische Sortimentssteuerung werden wichtiger“, sagt Öchsner.

Im Zuge dieser Neuausrichtung erweitert dexxIT auch sein Portfolio. Neu im Sortiment sind unter anderem Beamer und Monitore von BenQ und InFocus, Speicherlösungen von Adata, TV-Geräte von Sony und Sharp sowie Haushaltsgeräte von Vitamix und Shark Ninja. Der Distributor sieht hierin ein Angebot für Händler, die neue Sortimentsimpulse suchen. Derzeit führt dexxIT rund 45.000 Artikel von über 550 Herstellern.

Einen Schwerpunkt bildet der Bereich KI-gestützte Produkte. Viele der vertriebenen Artikel, beschreibt Judith Öchsner, seien bereits mit intelligenten Funktionen ausgestattet – darunter Smartwatches, Gesundheitsgeräte, Bildverarbeitungssysteme und speicherintensive Anwendungen für künstliche Intelligenz. Der Bedarf steige, auch wenn er im Fachhandel erklärungsbedürftig bleibe.

Auch im Segment Smart Home sieht das Unternehmen Wachstumspotenzial – etwa bei Sprachassistenten, Sicherheitslösungen und smarter Haushaltssteuerung. Entscheidend sei, dass der Handel diese Produkte nicht nur bevorrate, sondern aktiv vermarkte. „Wir können die Technologie liefern, aber nicht das Verständnis für den Endkunden ersetzen“, sagt Öchsner.

Trotz der gesamtwirtschaftlich angespannten Lage fällt die Prognose für das Jahr 2025 verhalten optimistisch aus. Das erste Quartal sei mit einem leichten Plus abgeschlossen worden. Die Erwartung: ein einstelliges Umsatzwachstum – sofern sich keine neuen Belastungen ergeben.

Das Unternehmen plant daher mit Szenarien und bleibt flexibel in der Steuerung. Eine zentrale Rolle soll dabei der persönliche Kontakt zum Handel spielen – etwa auf der IFA oder der ITscope. Digitalisierung und Agilität seien zentrale Bausteine, reichten aber allein nicht aus. „Schnelle Prozesse ersetzen nicht den direkten Austausch“, unterstreicht Judith Öchsner.

DexxIT feierte im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Bestehen – und blickt aktuell auf eine 126-jährige Unternehmensgeschichte im Verbund mit der Muttergesellschaft Duttenhofer. In einer zunehmend fragmentierten Handelslandschaft setzt das Unternehmen damit weiter auf Kontinuität, Digitalisierung und eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen des Fachhandels.
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